Alles für die Kaz? - Open Air am Jugendclub Staupitz
Meldung aus Amt Plessa31.09.2013 um 14.30 Uhr – Die Bühne steht. Integriert in den Weidendom wirkt sie märchenhaft, so als gehöre sie schon immer dorthin.
Die Zelte sind aufgebaut, die Stände hergerichtet. Und etwas verspätet erklingen gegen 16.30 Uhr die ersten Gitarrensounds: Facepunch haut in die Saiten und eröffnet das ohrenbetäubende musikalische Gängemenü, dass nun im Akkord folgt.
Mit der Zeit füllt sich der Konzertplatz. Hardcore-, Punk-, Metalfans und interessierte Besucher finden den Weg nach Staupitz. Die nun folgende Show sorgt für einen unvergesslichen Abend und zeigt, was in der Region und darüber hinaus im subkulturellen Musikmilieu alles geboten wird.
Nicht nur regionale Bands spielen hier, sondern auch Bands, die extra aus Berlin (United and Strong als Headliner), Kiel (Short Round) und Dresden (No King No Crown) anreisten um dem Jugendclub bei seinem ersten Soundevent zu unterstützen.
Selbst Sympathisanten des Jugendclubs aus Rheinland-Pfalz nehmen eine 600 km weite Anreise in Kauf um dem Musikspektakel beizuwohnen.
Obwohl das Wetter für Abkühlung sorgte und zeitweilige Regengüsse auf das Publikum niederprasselten, konnte die Stimmung nicht getrübt werden. Die Bands spielten munter weiter und eine kurzfristig organisierte Plane, die über den Weidendom auslegt wurde, schützte die Technik vor dem kühlen Nass.
Neben hartem Sound und Geschrammel versüßte „No King no Crown" mit seichten Klängen auf seiner Akustikgitarre den Abend.
Das Publikum war ausgelassen, friedlich und in Guter Stimmung und feierte sogar den kurzweiligen Stromausfall. Die Zwangspause wurde genutzt um sich Getränkenachschub zu holen.
Der reibungslose Ablauf und die farbenprächtige Bühnenshow waren das I-Tüpfelchen des Konzertabends. Die auftretenden Bands zeigten sich begeistert von der einzigartigen Kulisse und machten deutlich, dass sie so etwas Vergleichbares im ländlichen Raum noch nicht gesehen hätten und gerne wiederkommen.
Es ist erneut erstaunlich, was der Jugendclub Rubbeldikaz in Staupitz auf die Beine stellen kann. Was sich die beiden Organisatoren Marcel und Paul Gleitsmann vornehmen, gelingt in diesem Jahr einfach nur. Obwohl sich die Mitglieder etwas enttäuscht von den Besucherzahlen zeigten, kann nur gesagt werden: Für dieses spezielle Konzert in dieser Region ist die Besucherzahl als großer Erfolg zu werten. Sicherlich hat das Wetter einige Besucher doch noch abgeschreckt. Aber alles in allem war es eine hervorragende Veranstaltung, von der sich viele wünschen, dass sie sich wiederholt.
Ich jedenfalls ziehe den Hut vor dem Jugendclub Rubbeldikaz und freue mich auf viele weitere außergewöhnliche Veranstaltungen und wünsche weiterhin gutes Gelingen. Ich hoffe, dass die Mitglieder ihrem Motto weiterhin treu bleiben: Alles für den Club. Alles für die Mietz. Unser Leben für die Kaz! Staupitz jedenfalls ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht – und das ist der Jugend zu verdanken.
Eure Juko