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Selbstverständlich haben die schaurig-schönen Waldmoore auch für die entsprechende Sagenwelt gesorgt. So kennen wir die Geschichten vom Lobenhirtchen und einer untergegangen Dorfflur sowie die Sage vom bösen Ritter Hans von Lympach auf dem Schlossberg nördlich des Loben.
Charakteristisch für unsere feuchte Moorlandschaft ist der in weiten Teilen flächendeckend vorkommende und bis zu zwei Meter hoch wachsende Adlerfarn, von den Hohenleipischern auch „Parportsch" (von altsorbisch papros, auch paprot = Farnkraut) genannt.
Weiterhin finden sich Sumpfporst, Wollgras, Glockenheide, Sonnentau, Seeadler, Moor- und Laubfrosch, der Eisvogel, die Ringelnatter und viele andere seltene Tier- und Pflanzenarten im Gebiet wieder. Für die Kreuzotter und die Niederlausitzer Tieflandsfichte sind die Moorwälder wichtige Rückzugsgebiete.
Durch die umfangreichen Entwässerungen der letzten Jahrhunderte trockneten viele Moore in der Lobenniederung aus und starben durch die dadurch einsetzenden Mineralisationsprozesse unwiederbringlich ab.
Um diese Entwicklung zu stoppen und möglichst ein neues Moorwachstum zu initiieren wurden von der Oberförsterei Elsterwerda seit etwa zehn Jahren vor allem im Forstrevier Hohenleipisch zahlreiche dafür geeignete wald- und wasserbauliche Maßnahmen im Rahmen des „Moorschutzprogramms im Brandenburger Wald" durchgeführt.
Besondere Bedeutung hatten dabei Wasserbauprojekte, die in den Jahren 2003 bis 2006 durch den Gewässerverband „Kleine Elster - Pulsnitz" umgesetzt wurden, um den Wasserrückhalt im Gebiet zu verbessern und ausgewählte Moorflächen wiederzuvernässen. |